Gemeinsam Zukunft gestalten: Fachschule für Gartenbau Essen feiert ihre Absolventinnen und Absolventen

Voller Stolz nehmen die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule Gartenbau Essen ihre Abschlüsse in der Gruga entgegen.Foto: Bildungszentrum Gartenbau Essen
Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und der Blick in die Zukunft prägten die Abschlussfeier der Fachschule für Gartenbau Essen am Freitag im Grugapark. Insgesamt 152 Meisterbriefe und 28 Urkunden wurden am 17. Juli 2026 an die Absolventinnen und Absolventen überreicht. Neben den Meisterbriefen erhielten die Studierenden auch Zeugnisse und Urkunden als Agrarbetriebswirtinnen und -wirte sowie besondere Förderpreise und Auszeichnungen. Schulleiterin Nicole Hörnemann begrüßte die Ehrengäste, das Kollegium sowie die 179 Absolventinnen und Absolventen mit ihren Familien und Freunden im Musikpavillon des Essener Grugaparks.
Ein Schuljahr im Zeichen des Miteinanders
In ihrer Begrüßungsrede legte Schulleiterin Nicole Hörnemann einen besonderen Fokus auf das Soziale und den starken Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft. In ihrem Rückblick hob sie unter anderem den neu angeschafften Kicker im Kantinenraum hervor, der seitdem regelmäßige klassenübergreifende Turniere ermöglicht und das Miteinander stärkt.
Auch das soziale Engagement kam nicht zu kurz: Am 29. April nahmen erstmals 43 Studierende und sieben Lehrkräfte am GRUGA-Lauf der Stiftung Universitätsklinikum Essen teil, um gemeinsam Spendenkilometer für den guten Zweck zu sammeln. Zu den Höhepunkten des Schuljahres gehörten außerdem das Fachforum Grün, die Feier zum 75-jährigen Bestehen der Fachschule sowie ein Ehemaligentreffen, die gemeinsam von Studierenden und Lehrkräften organisiert wurden. Auf der Landesgartenschau in Neuss wurden außerdem mithilfe der Studierenden eindrucksvolle Mustergräber angelegt.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte außerdem ein Dreh der WDR Lokalzeit Köln: Ein Fernsehteam kam vorbei, um Interviews zu führen, was von vielen engagierten Studierenden unterstützt wurde. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das Verantwortungsbewusstsein einer Klasse, die nach dem längerfristigen Ausfall ihres Klassenlehrers die Exkursionswoche eigenständig plante.
Inspirierende Worte der Ehrengäste
Die geladenen Festredner griffen in ihren Grußworten die Themen Gemeinschaft, Bildung und Verantwortung auf. Dr. Martin Berges, Staatssekretär für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte: „Es ist ein starkes Signal, dass so viele Absolventinnen und Absolventen im Gartenbauland Nr. 1 ihre berufliche Perspektive in dieser Branche sehen. Der Gartenbau lebt von top ausgebildeten Menschen, die die Zukunft in die Hand nehmen wollen. Wie stark diese Gemeinschaft und das soziale Engagement an der Fachschule Essen gelebt werden, ist tief beeindruckend.“
Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, betonte die Wichtigkeit von Vorsorge und Zwischenmenschlichkeit. Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi – „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ – hob er hervor, wie entscheidend das tägliche Miteinander im Betrieb ist.
Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau, rückte den Wert des Einzelnen in den Fokus. Sie nutzte ein Zitat des Dalai Lama – „Wenn du glaubst, du bist zu klein, um etwas zu bewirken, dann versuche einmal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“, um die Bedeutung jedes Einzelnen für die Gesellschaft zu unterstreichen.
Josef Mennigmann, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), stellte die Verbindung von Bildung und Leidenschaft heraus. Mit einem Zitat von Cicero – „Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.“ – verdeutlichte er, wie wichtig lebenslange Weiterentwicklung und Verantwortung im Gartenbau ist.
Ausklang auf dem Campus
Im Anschluss an die Ehrungen klang die Feier auf dem Campus des Bildungszentrums Gartenbau Essen in geselliger Atmosphäre aus. Dort feierten die Absolventinnen und Absolventen mit ihren Familien, Freunden und Lehrkräften bis weit in den Abend hinein.
Quelle: LWK NRW