Apfelsaison 2026 in Niedersachsen eröffnet: Gute Qualitäten trotz massiver Hagelschäden

Von links: Kai Seefried (Landrat Landkreis Stade), Karsten Palm (Vorsitzender des Obstbauversuchsring des Alten Landes e.V.), Claus Seebeck (CDU-Landtagsabgeordneter), Christoph Frauenpreiß (CDU-Bundestagsabgeordneter), Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bündnis 90/Die Grünen), Anna Faby (Altländer Blütenkönigin), Claus Schliecker (Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen und Vorsitzender der Bundesfachgruppe Obstbau), Simon Ecks (Stellv. Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen), Stephan und Nils Eckhoff (Obsthof Eckhoff Lüdingworth)
Foto: Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen
Mit dem symbolischen Pflücken der ersten Äpfel auf dem Obsthof Stephan Eckhoff im Land Hadeln hat die Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen die Apfelsaison 2026/2027 eröffnet.
Für die Niederelbe erwartet das ESTEBURG Obstbauzentrum Jork 294.000 Tonnen Äpfel – etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Die größten Anteile entfallen auf die Jonagold-Gruppe (84.000 Tonnen) und Elstar (80.000 Tonnen). Die ersten Hauptsorten werden zum Monatswechsel August/September geerntet. Gute Fruchtgrößen und hoher Zuckergehalt stimmen positiv.
Belastet wird die Ernte durch vier Hagelereignisse. Nahezu zwei Drittel der Anbaufläche wurden getroffen, die Schäden liegen zwischen 20 und 100 Prozent. Der Ernteausfall ist noch nicht abzusehen.
„So eine gespenstische Situation habe ich noch nicht erlebt“, sagt Claus Schliecker, Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau. Noch immer seien große Mengen der alten Ernte nicht vermarktet. Mit 36 Cent je Kilogramm waren die Preise nicht kostendeckend. Die kleinere Ernte bietet bessere Vermarktungschancen.
Ministerin Staudte kündigte an, Hagelschutzsysteme ab 2027 zu fördern. Frauenpreiß verwies auf Verbesserungen bei Pflanzenschutzmittelzulassungen, Mindestlohn und Bürokratieabbau.
„Wir wollen auch in Zukunft Äpfel an der Niederelbe produzieren. Dafür brauchen unsere Betriebe faire Marktbedingungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, betont Schliecker. Handel und Verbraucher seien aufgerufen, heimische Äpfel zu unterstützen.
Quelle: Landvolk Niedersachsen